Gefühlte Kälte – Messung

Beim Zweiradfahren entsteht ein kontinuierlicher Luftstrom – je höher die Geschwindigkeit, desto mehr entzieht dieser Strom der Haut Wärme, was die gefühlte Temperatur (Windchill) sinken lässt.
Die folgende Tabelle zeigt diese scheinbare Temperatur bei vier gängigen Geschwindigkeiten von 50 km/h bis 130 km/h. Es handelt sich um eine vereinfachte Modellierung auf Basis der Fahrgeschwindigkeit und der Außentemperatur.


Wichtige Hinweise zur Interpretation der Werte


1- Umgebungswind nicht berücksichtigt – Gegenwind verstärkt die Kälte, Rückenwind mildert sie leicht.


2- Luftfeuchtigkeit – Feuchte Luft (oder nasse Kleidung) beschleunigt den Wärmeverlust.


3- Kleidung und Isolierung – Winddichte und isolierende Kleidung verändert das Kälteempfinden deutlich.


4- Expositionsdauer – Je länger die Fahrt, desto mehr Kälte „staut sich“ im Körper.


5- Individuelle Unterschiede – Körperbau, Gesundheitszustand und Gewöhnung beeinflussen die Kältetoleranz.


Diese Werte helfen dabei, die Kälteintensität je nach Geschwindigkeit einzuschätzen und entsprechend Ausrüstung, Pausen und Fahrdauer anzupassen. Sie dienen als Orientierung – die tatsächlichen Bedingungen hängen immer von Wind, Feuchtigkeit, Bekleidung und individueller Widerstandsfähigkeit ab.