Professor Brain erklaert die Grenzen von Temperaturmessdaten

Warum sind Heizkurven unzuverlaessiger als das Wetter in der Bretagne?


Ach ja, Diagramme... sehen super aus, oder? Wir lieben es, Linien auf und ab zu zeichnen. Aber ehrlich gesagt: Eine schoene Kurve zur Erwärmung von Heizgriffen oder Handschuhen anzuzeigen, ist wie der Wetterbericht in der Bretagne – auf dem Papier toll, in der Praxis unberechenbar. Hier kommt die Erklaerung.


Lenker-Material: Stahl, Alu... oder rollender Heizkoerper?
Wenn dein Lenker aus Stahl ist, braucht er laenger zum Aufwaermen als Alu, das Waerme genauso schnell abgibt, wie es sie aufnimmt. Ergebnis: Die empfundene Temperatur variiert enorm.


Halblenker, Lenkerklemmung und Co
Auch das Design des Lenkers spielt eine grosse Rolle. Halblenker? Standardlenker? Grosse Lenkerklemmung? All diese Details beeinflussen die Waermeverteilung. Je mehr Metallflaeche freiliegt, desto schneller kuehlt es wieder ab.


Wetterkapriolen: Aussentemperatur und Luftfeuchtigkeit
Hier kommt der Jackpot der Einflussfaktoren. Je kaelter es ist, desto schneller verschwindet die Waerme. Noch etwas Feuchtigkeit dazu – und zack, die Kaelte fuehlt sich doppelt so stark an, waehrend die Waerme kaum spuerbar ist.


Fahren oder nicht fahren – das ist hier die Frage
Im Stand heizen die Griffe gemuetlich auf. Aber sobald du losfaehrst, kommt der Fahrtwind dazu und kuehlt alles wieder ab. Je schneller du faehrst, desto mehr Waerme entweicht. Und bei Kurzstrecken? Keine Chance, dass es richtig warm wird.


Garagenfaktor oder eiskalter Wind
Schon vor dem Start hat dein Lenker eine Ausgangstemperatur. Wenn deine Maschine die Nacht in der warmen Garage verbracht hat, umso besser. Aber wenn sie draussen in der Winterbrise stand – viel Spass beim Aufholen!


Und was taugen diese Kurven dann?
Das Diagramm mit Zeitachse und Temperaturverlauf sieht schoen aus, ist aber nur ein Versuch der Vereinfachung. In der Praxis spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass diese Kurven eher theoretisch bleiben.


Bei GREENFORCE setzen wir auf Ehrlichkeit: Wir sprechen ueber reale Bedingungen, nicht Laborwerte. Und wenn es uns irgendwann gelingt, das alles zu normieren – bin ich der Erste, der eine vernuenftige Kurve zeichnet. Bis dahin: Rechne mit allem – nur nicht mit einer perfekten Linie!